Tal der Gegensätze Tal der Gegensätze
Badwater Basin, Death‑Valley‑Nationalpark, Kalifornien, USA
Salzpfannen im Badwater Basin, Death‑Valley‑Nationalpark, Kalifornien, USA (© Jim Patterson/TANDEM Stills + Motion)
Kaum ein Ort überrascht so sehr wie das Death Valley, jener eindrucksvolle Wüstenraum an der Grenze zwischen den US‑Bundesstaaten Kalifornien und Nevada, wo die Landschaft einen beinahe unwirklichen Charakter annimmt. Auf rund 13.848 Quadratkilometern treffen weite Salzflächen, Sandfelder und farbige Felsformationen aufeinander. Die Höhenunterschiede zählen zu den extremsten in Nordamerika: vom Badwater Basin, das 86 Meter unter dem Meeresspiegel liegt und sich – wie auf dem heutigen Bild zu sehen – bis zum Horizont in weißen Salzmustern ausbreitet, bis zum Telescope Peak, der auf 3.368 Meter ansteigt.
Nach seltenen Regenfällen verwandeln sich Teile des Death Valley kurzzeitig in farbig leuchtende Blütenlandschaften, während natürliche Oasen dauerhaft Lebensräume für eine bemerkenswerte Vielfalt an Tieren und mehr als 1.000 Pflanzenarten schaffen. Seit Jahrhunderten ist diese Region zudem Heimat des indigenen Stammvolks der Timbisha Shoshone, deren kulturelle Traditionen bis heute eng mit dieser Landschaft verwoben sind. Wer das Death Valley besucht, entdeckt eine Landschaft, die gleichermaßen herausfordernd, inspirierend und voller stiller Kraft ist – ein Ort, dessen stille Weite und eindrucksvolle Kontraste noch lange nachhallen.