Höckerschwan schwimmt mit Küken, Hessen (© Wilfried Martin/Getty Images)
Höckerschwäne können mehrere Jahrzehnte alt werden und kehren oft über Jahre hinweg an denselben Brutplatz zurück.
Sanft gleitet ein Höckerschwan mit seinen Küken über die ruhige Wasseroberfläche. Diese Szene lässt sich an vielen Seen und Flusslandschaften beobachten – vom Bodensee über die Mecklenburgische Seenplatte bis hin zu renaturierten Flussarmen in zahlreichen Städten. Höckerschwäne finden dort geschützte Uferzonen und reichlich Wasserpflanzen, die ihre wichtigste Nahrungsquelle bilden.
Schon früh beginnen die Küken, das Verhalten ihrer Eltern zu imitieren. Dabei lernen sie das sogenannte Gründeln, bei dem sie den Kopf unter Wasser tauchen, um Wasserpflanzen vom Grund zu erreichen. Stets unter dem wachsamen Blick der Altvögel erkunden die Jungtiere so ihr Revier. Ihre graue Färbung bietet in den ersten Wochen einen gewissen Tarnschutz vor Fressfeinden; das typische weiße Gefieder entwickelt sich meist erst im zweiten Lebensjahr.
Schwanenfamilien gehören für viele Menschen zum vertrauten Bild an Seen und Flüssen. Sie stehen für naturnahe Gewässer und zeigen, wie Tierwelt und menschlich geprägte Landschaften dauerhaft nebeneinander existieren können.